Aktuelle Presseinformation

17.07.2012

„ASV Roboat“ zurück von Forschungsmission

Roboter-Segelboot erforschte Schweinswale in der Ostsee

WIEN/ECKERNFÖRDE – Die „ASV Roboat“ kehrt von einer mehrtägigen Forschungsmission an der Eckernförder Bucht zurück nach Wien. Das vollautonome, unbemannte Segelboot wurde erstmals im Rahmen einer Langzeitmission eingesetzt. In Kooperation mit Meeresbiologen der Oregon State University (USA) erforschten die Entwickler der „ASV Roboat“, ein Team der österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC), die vom Aussterben bedrohte Schweinswalpopulation in der Ostsee. Mithilfe eines am Boot angebrachten Unterwassermikrophons wurden während der Fahrt auf hoher See akustische Signale mehrerer Schweinswale aufgezeichnet und somit wertvolle Informationen über Wanderrouten, Paarungsplätze und Kommunikationsverhalten der Tiere gespeichert. Die Technologie der „ASV Roboat“ ist damit erstmals erfolgreich im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts eingesetzt worden und soll auch in Zukunft für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden.

Der geplante Weltrekordversuch der „ASV Roboat“ musste aufgrund technischer Gebrechen nach zwei Tagen abgebrochen werden. Die rauen Bedingungen von bis zu 7 Windstärken (55 km/h) führten zu einem Versagen des Segelantriebs. Insgesamt legte das Boot 71 Seemeilen vollautonom zurück und war 27 Stunden auf dem Meer unterwegs. Die Entwickler der „ASV Roboat“, das Team der österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften, bewertet die erste Langzeitmission des Roboter-Segelbootes dennoch positiv. Die Daten des Bordcomputers, der pro Sekunde über 100 Messwerte speichert, sollen nun ausgewertet und analysiert werden, um die Technologie des Roboter-Segelbootes weiter zu verbessern. Zur Steigerung der Zuverlässigkeit des Segelbootes bei stärkeren Windverhältnissen soll in Zukunft vor allem an Verbesserungen des Riggs gearbeitet werden. Das Forscherteam will im nächsten Jahr erneut einen Versuch starten, um den aktuellen Weltrekord der französischen Universität ENSTA Brest, der seit März 2012 bei 78 Seemeilen liegt, zu brechen.

In den vergangenen Jahren konnte die „ASV Roboat“ im Rahmen der World Robotic Sailing Championship (WRSC) ihren Weltmeistertitel im Roboter-Segeln stets verteidigen und liegt damit im internationalen Spitzenfeld. Die Wiener Forschergruppe arbeitete im Rahmen des Förderprogramms Sparkling Science und wird vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung unterstützt. Die Forschungsmission an der Ostsee wurde weiters vom Office of Naval Research (USA) gefördert.

Kontakt für Rückfragen

Roland Stelzer (Projektleiter)
INNOC - Österreichische Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften

Haussteinstraße 4/2
A-1020 Wien
Tel: +43 1 3084666-0
Mobil: +43 660 4029936
E-Mail: roland.stelzer@innoc.at

Archiv

14.05.2012

Österreichisches Roboter-Segelboot  unternimmt Weltrekordversuch

„ASV Roboat“ von 9. – 17. Juli 2012 auf Forschungsmission in der Ostsee

WIEN / ECKERNFÖRDE – Die „ASV Roboat“, das weltweit führende Roboter-Segelboot, sticht erneut in See. Von 9. bis 17. Juli 2012 wird das vollautonome, unbemannte Segelboot erstmals im Rahmen einer Langzeitmission eingesetzt und soll dabei den aktuellen Weltrekord im Roboter-Segeln brechen: Im Zuge eines mehrtägigen Forschungsprojekts in der Ostsee wird das Segelboot 150 Seemeilen zurücklegen und dafür bis zu 100 Stunden ohne Unterbrechung auf hoher See unterwegs sein. Dabei muss das Boot auch mit allen unvorhergesehenen Situationen zurecht kommen und die komplexen Abläufe des Segelns – von der Routenplanung bis hin zur Manöverdurchführung – ohne menschliches Zutun meistern. Die Entwickler der „ASV Roboat“, ein Forscherteam der Österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC), will damit den aktuellen Weltrekord der französischen Universität ENSTA Brest, der seit März 2012 bei 78,9 Seemeilen liegt, brechen.

Die erste Langzeitmission der „ASV Roboat“ wird jedoch auch für konkrete Forschungszwecke genutzt: In Kooperation mit Meeresbiologen der Oregon State University (USA) wird derzeit intensiv an einem Projekt zur Erforschung der vom Aussterben bedrohten Schweinswalpopulation in der Ostsee gearbeitet. Mithilfe eines am Boot angebrachten Unterwassermikrophons können die Laute der Meeressäuger aufgezeichnet und somit wertvolle Informationen über Wanderrouten, Paarungsplätze und Kommunikationsverhalten der Tiere gesammelt werden. Durch die lautlose Fortbewegung des Roboter-Segelbootes werden die Meerestiere nicht verschreckt und können über längere Zeiträume ungestört beobachtet werden.

Technologie der „ASV Roboat“ in Zukunft vielfältig einsetzbar

Das österreichische Forscherteam erwartet sich von der ersten Langzeitmission der „ASV Roboat“ wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse. Pro Sekunde speichert der Bordcomputer des Roboter-Segelboots über 100 Messwerte, die in einer anschließenden Analyse zur Verbesserung der Segelalgorithmen genutzt werden. In Zukunft soll die Technologie des Roboter-Segelbootes für verschiedenste Aufgaben auf dem Meer einsetzbar sein. „Energieautarke, mit Solarenergie betriebene Roboter-Segelboote können neben der Meeresbiologie unter anderem auch zur Tsunami-Frühwarnung, für Suchmissionen, meteorologische Messungen und zur Bergung von Ölteppichen eingesetzt werden,“ skizziert Projektleiter Roland Stelzer die Zukunft der Technologie.

Im internationalen Vergleich ist das österreichische Roboter-Segelboot derzeit führend. In den vergangenen Jahren konnte die „ASV Roboat“ ihren Weltmeistertitel im Rahmen der World Robotic Sailing Championship (WRSC) stets erfolgreich gegenüber der internationalen Konkurrenz verteidigen.

Bei Interesse an Sponsoring oder einer Medienpartnerschaft können weitere Informationen per E-Mail an contact@innoc.at angefordert werden. Die Wiener Forschergruppe arbeitet im Rahmen des Förderprogramms Sparkling Science und wird vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung unterstützt.

Vorankündigung – Pressetermin am 4. Juli 2012

Für Journalisten gibt es im Vorfeld die Möglichkeit, dem Forscherteam rund um die ASV Roboat im Rahmen eines Pressetermins Fragen zu stellen. Foto- und Videomaterial des Roboter-Segelboots werden bereitgestellt.

  • Datum: Mittwoch, 4.Juli 2012, 10 Uhr
  • Ort: Happylab – Haussteinstraße 4/2, 1020 Wien

Anmeldungen per E-mail an contact@innoc.at oder telefonisch unter +43 1 3084666 – 10.

Vierter WM-Titel für österreichische Roboter-Segler

ASV Roboat gewinnt World Robotic Sailing Championship (WRSC) in Lübeck

WIEN/LÜBECK – Das österreichische Forscherteam rund um die ASV Roboat konnte seinen Weltmeistertitel im Roboter-Segeln bei der diesjährigen World Robotic Sailing Championship (WRSC) vom 16. bis 20. August 2011 in Lübeck erfolgreich verteidigen. Insgesamt 15 vollautonome Segelboote aus den USA, Großbritannien, Israel, Deutschland und Österreich kämpften fünf Tage lang um den Titel. Die Boote führen die komplexen Abläufe des Segelns vollautonom mittels künstlicher Intelligenz und ohne menschliches Eingreifen durch und mussten im Rahmen des Wettbewerbs ihre Fähigkeiten in mehreren Disziplinen unter Beweis stellen. Aufgrund der großen internationalen Konkurrenz war es ein knappes Rennen, das Österreichs ASV Roboat mit nur einem Punkt Vorsprung in der Gesamtwertung vor dem zweitplatzierten Boot der Universität Lübeck für sich gewann.

Im Rahmen der insgesamt fünf Bewerbe konnte die 3,72 m lange und gut 300 kg schwere ASV Roboat am flexibelsten auf die ständig wechselnden Windverhältnisse reagieren. Während die deutsche Konkurrenz mit ihren deutlich kleineren Booten im „Station Keeping“-Bewerb, bei dem die Boote ein Quadrat von 20 m Seitenlänge nicht verlassen durften, deutlich im Vorteil war, konnte das österreichische Boot die Königsdisziplin, das „Fleet-Race“, souverän für sich entscheiden: Wie bei einer richtigen Segelregatta mussten dabei Ausweichmanöver selbstständig durchgeführt werden. Auch den in diesem Jahr neu eingeführten „Collision Avoidance“-Bewerb, bei dem Hindernisse erkannt und umfahren werden müssen, meisterte die ASV Roboat mit präziser Navigation.

Neben den Bewerben steht im Rahmen der World Robotic Sailing Championship (WRSC) vor allem der wissenschaftliche Austausch im Vordergrund. Bei einer Konferenz mit 70 Teilnehmern aus dem Bereich der internationalen Robotik-Forschung wurde über Einsatzgebiete und Weiterentwicklung der Technologie der Roboter-Segelboote diskutiert.

Die Entwickler der ASV Roboat, das Team der österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC), sieht die Weltmeisterschaft auch als Testlauf für zukünftige konkrete Forschungsmissionen. Derzeit wird die ASV Roboat in der internationalen Walforschung eingesetzt. Die Wiener Forschergruppe arbeitet im Rahmen des Förderprogramms Sparkling Science und wird vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung unterstützt.

Österreichisches Roboter-Segelboot auf Walsuche

ASV Roboat kehrt mit ersten Ergebnissen von Forschungsmission an der Ostsee zurück

WIEN/ECKERNFÖRDE – Ein österreichisches Roboter-Segelboot wird erstmals in der internationalen Walforschung eingesetzt. Das Forscherteam der österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC) realisierte in Zusammenarbeit mit Meeresbiologen der Oregon State University (USA) ein zweiwöchiges Forschungsprojekt an der Ostsee. Das unbemannte, vollautonome Segelboot erforscht Wanderrouten, Paarungsplätze und Kommunikationsverhalten der Walpopulation. Mithilfe eines am Boot angebrachten Unterwassermikrophons werden die Laute der Meeressäuger aufgezeichnet und für spätere Analysen gespeichert. 

Die Technologie der österreichischen Forscher erweist sich gegenüber anderen Forschungsmethoden innerhalb der Walforschung als großer Vorteil. „Da das Boot energieautark mit Solarenergie betrieben wird, kann es für längere Forschungsmissionen eingesetzt werden“, so Roland Stelzer, Leiter des Roboat-Teams. Durch die lautlose Fortbewegung des Roboter-Segelbootes werden die Meerestiere nicht verschreckt und können über längere Zeiträume ungestört beobachtet werden. 

Die erste Forschungsmission der „ASV Roboat“ an der Ostsee lieferte den Wissenschaftern eine erste Datensammlung über die spezifischen Verhaltensweisen der Wale. Derzeit wird an der Optimierung des Stromverbrauchs und der Hinderniserkennung des Roboter-Segelbootes gearbeitet, um es in nächster Zeit auch für mehrwöchige Langzeitmissionen zu rüsten. Das Walforschungsprojekt, bei dem auch Schüler der HTL Spengergasse mitarbeiten, wird durch das Forschungsprogramm „Sparkling Science“ des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung gefördert. In Zukunft soll die „ASV Roboat“ auch für andere konkrete Forschungszwecke genützt werden. Neben dem Einsatz zur CO2-neutralen Frachtbeförderung und Überwachung von gefährlichen Regionen sind durch die Sammlung ozeanographischer Daten auch Warnungen vor Tsunamis möglich. 

Im weltweiten Vergleich ist das österreichische Roboter-Segelboot derzeit federführend. In den vergangenen Jahren konnte die „ASV Roboat“ ihren Weltmeistertitel erfolgreich gegenüber der internationalen Konkurrenz verteidigen. Bei der diesjährigen Weltmeisterschaft im Roboter-Segeln (WRSC), die vom 16. bis 20. August in Lübeck (Deutschland) stattfindet, gilt das österreichische Forscherteam als Favorit.

Weitere Pressemitteilungen

Presseinformation Juni 2010 - Österreich ist erneut Weltmeister im Roboter-Segeln
Download (MS Word)

Presseinformation Mai 2010 - Roboter-Segelboot fährt zur Titelverteidigung nach Kanada
Download (MS Word)

Presseinformation Jänner 2010 - Österreichisches Roboter-Segelboot erforscht Wale im Pazifik
Download (MS Word)

Presseinformation 03.06.2009 - Österreichs Weltmeister im Roboter-Segeln brechen zur Titelverteidigung am Atlantik auf
Download (MS Word)

Presseinformation 09.02.2009 - Wiener Forscher wollen Weltmeistertitel im Roboter-Segeln verteidigen
Download (MS Word)

Presseinformation 25.08.2008 - Roboat-Team trainiert in Kroatien für Atlantiküberquerung
Download (MS Word)

Presseinformation 26.05.2008 - Österreichisches Roboter-Segelboot ist Weltmeister
Download (MS Word)

Presseinformation 10.12.2007 - Erste Roboter-Segel-Weltmeisterschaft auf dem Neusiedlersee
Download (PDF)

Presseinformation 06.09.2007 - Österreichisches Forscherteam erneut Weltmeister im Robotersegeln
Download (PDF)

Presseinformation 23.08.2007 - Weltweit erste Roboter-Segelregatta auf offener See
Download (PDF)

(PDF)Presseinformation 11.07.2007 - Roboter-Segelboot ASV ROBOAT in Wien getauft
Download (PDF)

Presseinformation Juli 2007 - Präsentation und "Taufe" von Europas führendem Roboter-Segelboot
Download (PDF)

Presseinformation Mai 2007 - Roboter-Seemacht Österreich: Vollautomatische Besegelung der Irischen See im Herbst 07
Download (PDF)

Presseinformation 09.06.2006 - Österreichisches Boot gewinnt „Microtransat“ - ersten europäischen Roboter-Segelwettbewerb
Download (PDF)